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Autor: Julian Barnes

Zur Person

Julian Barnes wurde 1946 in Leicester geboren und wuchs in einem Vorort Londons auf. Er studierte moderne Sprachen und arbeitete anschließend einige Jahre als Lexikograf, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Für sein literarisches Werk wurde er international vielfach ausgezeichnet.

Werk

Mit seinem Debütroman Metroland erzählte Barnes 1980 von einem jungen Mann, der zwischen Paris und den Londoner Vororten seine Identität sucht. Den literarischen Durchbruch brachte ihm Flauberts Papagei, eine fragmentarische Annäherung an Leben und Werk Gustave Flauberts, die ihn 1984 als eigenständige literarische Stimme etablierte. In seinen Romanen kreist Barnes immer wieder um die Frage, wie Erinnerung und Erzählung die eigene Vergangenheit formen und verfälschen, ein Thema, das in Vom Ende einer Geschichte seine prägnanteste Form fand. Der Roman wurde 2011 mit dem Booker Prize ausgezeichnet. Neben Romanen verfasste er Essays, Kurzgeschichten und autobiografische Prosa, etwa über die Angst vor dem Tod, sowie kulturhistorische Sachbücher über das Paris der Belle Époque. Kurz vor seinem 80. Geburtstag veröffentlichte er mit Abschied(e) ein Buch, das er selbst als sein letztes bezeichnete. Sein Stil gilt als klar, präzise und von leiser Ironie geprägt, sein Blick richtet sich immer wieder auf Frankreich, auf Geschichte und auf die Unzuverlässigkeit menschlicher Erinnerung.

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