Dystopischer Roman über Isolation
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Worum es geht
Eine Frau fährt mit ihrer Cousine und deren Mann in ein Jagdhaus in den Bergen, um dort ein paar ruhige Tage zu verbringen. Als das Paar zu einem Spaziergang ins Dorf aufbricht und nicht wiederkehrt, macht sich die Frau am nächsten Morgen auf die Suche und stößt auf ein unsichtbares, kühles Hindernis. Eine Wand hat sich um das Gebiet gelegt, dahinter scheint alles Leben erstarrt zu sein. Von der übrigen Welt abgeschnitten, bleibt der Frau nur das enge Stück Natur, in dem sie sich mit ein paar zugelaufenen Tieren einrichten muss. Aus dieser Situation entwickelt sich eine Geschichte über das nackte Überleben, über den Alltag jenseits gewohnter Rollen und über das Verhältnis zwischen Mensch, Tier und Wildnis. Fragen nach Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Zwängen schwingen dabei ständig mit.
Aufbau und Stil
Erzählt wird in der Ich-Form, als Rückblick der Frau auf die vergangene Zeit hinter der Wand. Der Roman verzichtet auf große äußere Dramatik und konzentriert sich stattdessen auf genaue Beobachtung, auf die kleinen Verrichtungen des Alltags und auf die innere Entwicklung der Erzählerin. Die Sprache ist schlicht und klar, dabei aber sehr präzise in der Beschreibung von Natur, Arbeit und den Beziehungen zu den Tieren. Durch diese ruhige, fast berichtartige Erzählweise entsteht eine besondere Spannung, die weniger aus Handlung als aus der Verdichtung von Gedanken und Wahrnehmungen entsteht.
Für wen
Dieses Buch eignet sich für Leserinnen und Leser, die sich für literarisch anspruchsvolle Erzählungen interessieren, die sich Zeit nehmen und in die Tiefe gehen. Wer sich mit Fragen zu Gesellschaft, Rollenbildern und dem Verhältnis von Mensch und Natur beschäftigen möchte, findet hier reichlich Stoff zum Nachdenken.
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