Historischer Kriminalroman
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Worum es geht
Hamburg im Winter 1946 und 1947 ist eine Stadt aus Schutt, Hunger und Kälte. Der vierzehnjährige Hanno Dietz hält seine Familie mit Steineklopfen, Schrottsuche und kleinen Schwarzmarktgeschäften über Wasser. In den Trümmern findet er eines Tages eine tote Frau und ganz in der Nähe einen kleinen Jungen, der seither bei den Dietzens aufwächst. Der Kleine schweigt monatelang, und auch Hanno behält sein Wissen für sich, während ihn die Erinnerung an die Tote nicht loslässt. Erst viele Jahre später stößt das einstige Trümmerkind zufällig auf ein Verbrechen, das eng mit der eigenen Familiengeschichte verbunden ist.
Aufbau und Stil
Der Roman verknüpft die Nachkriegsjahre mit einer späteren Zeitebene und lässt beide Handlungsstränge aufeinander zulaufen. Mechtild Borrmann erzählt in klarer, unprätentiöser Sprache und verbindet dabei kriminalistische Spannung mit genauer historischer Beobachtung. Die Not der Nachkriegszeit, russische Besatzung und Bodenreform bilden den Hintergrund, vor dem sich das persönliche Schicksal der Figuren entfaltet.
Für wen
Geeignet für Leserinnen und Leser, die historische Romane mit kriminalistischem Kern schätzen und sich für die deutsche Nachkriegszeit interessieren. Wer bereits Der Geiger
oder Die andere Hälfte der Wahrheit
gelesen hat, wird auch hier Borrmanns Gespür für Zeitgeschichte und Spannung wiederfinden.
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