Wirtschaftskritik und Gesellschaftspolitik
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Worum es geht
Fehldiagnose
nimmt die wirtschaftliche und gesellschaftliche Krise Deutschlands unter die Lupe. Tom Krebs macht eine bestimmte Denkschule verantwortlich: den marktliberalen Mainstream der Ökonomie. Dessen Rezepte – Deregulierung, Kürzungen, die Idee der unsichtbaren Hand
– hätten nicht nur die Wirtschaft geschwächt, sondern auch die Spaltung der Gesellschaft vorangetrieben. Krebs zeigt, wie Institutionen wie OECD, IWF und die Welthandelsorganisation diese Politik global verbreiten und warum sie in Deutschland besonders verheerend wirken. Sein Gegenentwurf setzt auf eine Politik, die Wohlstand breiter verteilt und soziale Ängste ernst nimmt.
Aufbau und Stil
Das Buch gliedert komplexe Zusammenhänge in klare Abschnitte. Krebs verzichtet auf Fachjargon, wo es geht, und erklärt ökonomische Konzepte so, dass sie auch ohne Vorwissen verständlich sind. Die Argumentation ist sachlich, aber mit spürbarer Dringlichkeit – der Ton bleibt respektvoll, auch wenn er Kritik an etablierten Positionen übt. Beispiele aus der deutschen und internationalen Politik veranschaulichen die Thesen, ohne sich in Details zu verlieren. Der Aufbau folgt einer logischen Abfolge: von der Diagnose der Krise über die Ursachenanalyse bis hin zu Lösungsvorschlägen.
Für wen
Fehldiagnose
richtet sich an Leserinnen und Leser, die verstehen wollen, warum die Wirtschaft nicht so funktioniert, wie es die Lehrbücher versprechen. Wer sich für die politischen und gesellschaftlichen Folgen ökonomischer Theorien interessiert, findet hier eine fundierte, aber zugängliche Auseinandersetzung. Auch für Menschen, die nach Alternativen zum neoliberalen Dogma suchen, ist das Buch eine lohnende Lektüre. Es spricht sowohl Fachfremde als auch jene an, die sich bereits mit Wirtschaftsthemen beschäftigen, aber eine kritische Perspektive vermissen.
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