Familienroman aus der Türkei
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Worum es geht
Im Zentrum steht die neunzehnjährige Armanoush, die zwischen zwei Welten aufgewachsen ist. Ihre Mutter lebt den amerikanischen Alltag in Arizona, während die armenische Familie des Vaters in San Francisco die alte Heimat lebendig hält. Weil die Mutter inzwischen einen Türken geheiratet hat, wird die Frage nach Herkunft und Identität für Armanoush immer drängender. Sie reist nach Istanbul, zur Familie ihres Stiefvaters, den Kazancis, einem Haushalt voller eigenwilliger Frauen. Dort trifft sie auf Asya, die ohne Vater aufgewachsen ist und als Einzige ein Gespür für Armanoushs Fragen hat. Zwischen Gastfreundschaft und Verdrängung entfaltet sich die Geschichte zweier Familien, die durch den türkisch-armenischen Konflikt und dessen Verschweigen miteinander verbunden sind, ohne es lange zu wissen.
Aufbau und Stil
Der Roman verbindet die Gegenwart mit Rückblenden auf ein Jahrhundert türkisch-armenischer Geschichte. Erzählt wird aus wechselnden Perspektiven, wobei besonders die Frauen der beiden Familien Raum bekommen. Der Ton ist tragikomisch, oft überdreht und komödiantisch, kippt aber immer wieder ins Ernste, wenn Themen wie Vertreibung, Selbstbestimmung und Geheimnisse innerhalb der Familien zur Sprache kommen.
Für wen
Geeignet für Leserinnen und Leser, die sich für Familiengeschichten mit historischer Tiefe interessieren und für Literatur, die Politisches und Persönliches klug miteinander verwebt.
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