Historischer Familienroman
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Worum es geht
Der Kölner Nachrichtenmoderator Tom Monderath muss sich damit auseinandersetzen, dass seine 84-jährige Mutter Greta zunehmend vergisst. Die Diagnose Demenz lässt ihn zunächst verzweifeln, doch paradoxerweise öffnet die Krankheit einen Zugang zu Gretas verschwiegener Vergangenheit. Sie erzählt von ihrer Kindheit in Ostpreußen, der Flucht vor den russischen Soldaten und ihrer Zeit im besetzten Heidelberg nach dem Krieg. Als Tom ein Foto eines kleinen dunkelhäutigen Mädchens findet, verstummt seine Mutter abrupt. Von da an beginnt er, tiefer in ihre Geschichte einzutauchen – und stößt auf ein Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte, das von Rassismus, verbotener Liebe und verdrängtem Schmerz geprägt ist. Dabei geht es nicht nur um Gretas Vergangenheit, sondern auch um Toms eigene Zukunft.
Aufbau und Stil
Der Roman verschränkt zwei Zeitebenen: die Gegenwart, in der Tom als Erzähler und Rechercheur auftritt, und die Vergangenheit, die aus Gretas Erinnerungen und Rückblenden entsteht. Susanne Abel erzählt einfühlsam und zugleich klar, ohne die historische Dimension zu beschönigen.
Für wen
Geeignet für Leserinnen und Leser, die sich für Familiengeschichten, deutsche Nachkriegsgeschichte und die Auseinandersetzung mit Rassismus interessieren. Auch als Auftakt zur Fortsetzung Was ich nie gesagt habe
geeignet.
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