Historischer Roman über Nationalsozialismus und Filmgeschichte
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Worum es geht
Lichtspiel
erzählt vom Regisseur G. W. Pabst, einst gefeiert als einer der bedeutendsten Filmemacher seiner Zeit. Zur Machtergreifung dreht er in Frankreich, flieht später nach Hollywood, wo er sich neben Stars wie Greta Garbo plötzlich klein und bedeutungslos fühlt. Fast beiläufig kehrt er in seine Heimat zurück, die inzwischen Ostmark heißt. Dort erlebt seine Familie die Brutalität des Regimes hautnah. Der Propagandaminister in Berlin will Pabst für seine Zwecke gewinnen, duldet keinen Widerspruch und lockt mit großen Versprechen. So gerät der Künstler, der sich nur der Kunst verpflichtet glaubt, Schritt für Schritt in eine Verstrickung, aus der es kein Entkommen mehr gibt. Im Zentrum steht die Frage, wie moralische Kompromisse einen großen Künstler zerstören können.
Aufbau und Stil
Der Roman folgt Pabsts Weg chronologisch, von Frankreich über Hollywood bis in die Ostmark, und verdichtet historische Ereignisse zu einer packenden Erzählung. Kehlmann verbindet dabei präzise Beobachtung mit erzählerischem Tempo, sodass sich Spannung und historische Tiefe verbinden. Die Sprache ist klar und pointiert, ohne auf psychologische Nuancen zu verzichten.
Für wen
Geeignet für Leserinnen und Leser, die sich für Filmgeschichte, das Dritte Reich und moralische Grenzfragen interessieren, sowie für alle, die historische Romane mit literarischem Anspruch schätzen.
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